Okt 06

​Trauma und Drama

Wie das Gehirn durch Trauma süchtig wird

Traumatisierungen führen zu einem ständigen auf- und  ab im Lebensgefühl, der Alltag wird zu einer Achterbahn der Gefühle. Überhaupt sind Gefühle ständig zu viel oder zu wenig.

Leider führt diese Dysregulation oft zu sehr viel Unruhe im Leben und vor allem in zwischenmenschlichen Beziehungen.

Dies hat nichts mit "Unfähigkeit" zu tun, sondern damit, dass Emotionen einerseits sehr schwer zu regulieren sind und uns sehr schnell aus dem Toleranzfenster bringen können. Andererseits kann es aber auch eine damit verbundene "Sucht" nach großen Gefühlen geben.

Man geht heute davon aus, dass Menschen, die in jungen Jahren sehr viel Stress ausgesetzt waren, sich an die Endorphinausschüttung gewöhnen, die immer mit der Adrenalinausschüttung einhergeht. Das Gehirn wird quasi süchtig und verlangt nach der Droge Endorphin.

Dazu kommt, dass man sich schnell damit identifizieren kann, dass man eben ein besonders emotionaler oder leidenschaftlicher Mensch sei und man davon ausgeht, dass dies ein Charakterzug ist mit dem andere zurecht kommen müssen.

Dramatische Inszenierungen können so Teil des Alltags werden, vergiften aber oftmals gerade nahe Beziehungen.

Über diese Zusammenhänge ist das heutige Video:

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