Warum du dich manchmal unverstanden fühlst

Mai 12

Viele Menschen fühlen sich unverstanden mit ihrem Leid und haben den Eindruck bei anderen kein Mitgefühl hervorrufen zu können

Menschen mit Traumatisierungen wünschen sich oft Mitgefühl und ein offenes Ohr, ein Gegenüber das anerkennt, durch welches Leid und welchen Kummer wir bereits gegangen sind. Leider passiert es uns manchmal, wenn wir denn mal reden, dass unser Gegenüber sich nicht unbedingt so verhält, wie wir es uns wünschen würden.

Das kann unterschiedliche Gründe haben. Ein Punkt kann sein, dass wir uns zu schnell offenbaren. Wir kennen die andere Person noch gar nicht gut und diese kann nicht reagieren oder fühlt sich überfahren. Da ist dann zu schnell und zu viel Überbrückung von Fremdheit und der Versuch Vertrautheit mit Jemanden aufzubauen, was nicht mit der anderen Person abgestimmt ist. Solche Situationen gehen einfach super oft schief.

Der andere Punkt ist einer, der gar nichts mit deinem Verhalten zu tun hat.

Viele Menschen wissen einfach nicht, wie sie auf die traumatischen Erzählungen von Jemanden reagieren sollen. Sie wissen nicht, was sie machen sollen und sind unsicher. Was dann passiert ist, dass viele nicht mehr angemessen empathisch reagieren.

Alle wissen es, aber niemand redet drüber

Das sieht man ganz häufig, wenn Menschen schwer krank werden oder ein Kind verlieren. Wenn etwas öffentlich wird, was schrecklich ist - alle wissen es, aber niemand redet drüber. Kaum jemand reagiert. In solchen Momenten wollen viele einfach nichts damit zu tun haben weil sie den Gedanken zulassen müssten, dass ihnen so etwas auch passieren könnte.

"Ich erzähle dir was, das mir nahe geht."

Für Betroffene kann dieses Verhalten ziemlich grausam sein. Es kann unglaublich hilfreich sein, dem Gegenüber Dinge mitzuteilen ohne dabei Druck aufzubauen. Wir können sagen: „Ich erzähle dir jetzt etwas, das mir ziemlich nahe geht, du musst da nicht drauf reagieren oder mich trösten, aber es ist mir wichtig, dir das mitzuteilen, weil ich dich mag und wir uns kennenlernen.“

Menschen sind ohne Druck einfühlsamer

Das ist eine Möglichkeit den Raum zu schaffen in dem etwas entstehen kann. Das bedeutet auch nicht, dass die andere Person dann nichts tut oder tun möchte, aber in dem Moment, wo uns jemand komplett entbindet von einer bestimmten Reaktion die wir haben sollen, fällt es Menschen viel leichter authentisch und einfühlsam zu sein.

Wir möchte,  dass Menschen unser Leid wahrnehmen und anerkennen. Manchmal haben wir Glück aber oft treffen wir auch auf wenig Verständnis. Das heißt nicht, dass die Menschen in unserem Umfeld schlecht sind, vielleicht können sie dich besser verstehen, wenn du mit ihnen darüber sprichst, was du erwartest und was du möchtest.

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