Trauma und Emotionen

Mai 04

Wie Trauma den Gefühlsausdruck beeinflusst

Traumatische Erlebnisse beeinflussen das emotionale Erleben eines Menschen auf vielerlei Ebenen. Es beeinflusst aber unter Umständen auch das emotionale Leben im sozialen Umfeld und das ist vielen so nicht bewusst.​

Soziale Interaktion ist ein sehr feiner Prozess. Wir nehmen unendlich viele Informationen in einer Kommunikation wahr und die meisten Informationen werden nur unbewusst verarbeitet. Wir werden nur aufmerksam, wenn etwas nicht funktioniert und die Interaktion für uns nicht mehr stimmig ist.

Ein Traumahintergrund kann den emotionalen Ausdruck eines Menschen verändern und manchmal einschränken. Als Gegenüber haben wir dann das Gefühl nicht wirklich gehört oder verstanden zu werden. Wir fangen an uns unwohl zu fühlen.

​Kommunikation ist 85% Körpersprache

Dies geschieht, wenn die Abstimmung zwischen Körpersprache, Gesichtsausdruck und den Worten nicht kongruent ist oder wenn ein Mensch scheinbar nicht auf das reagiert, was wir sagen.


Je lebendiger das Gesicht eines Menschen ist und je mehr wir in diesem Gesicht eine angemessene Reaktion auf unsere Worte sehen, desto wohler fühlen wir uns mit dieser Person. Es ist sogar so, dass unser Gefühl von Sicherheit mit der Person davon beeinflusst wird und wir uns in deren Gegenwart mehr entspannen.

Haben wir dagegen das Gefühl unser Gegenüber reagiert nicht angemessen auf das was wir erzählen, fangen wir an uns "komisch" zu fühlen. Wir vermissen das Feed back im Gesicht unseres Gesprächspartners und fühlen uns alleine gelassen. Wir haben das Gefühl kein "Echo" zu bekommen und werden unsicher und verunsichert.

​Der Gefühlsausdruck gibt uns Sicherheit

Ein "blankes Gesicht" macht uns Angst, weil wir nicht mehr sehen können, was unser Gegenüber denkt oder fühlt.

Hierzu gibt es ein berühmtes Experiment, in dem man sieht, wie verstörend es für Kleinkinder ist in ein "blankes" Gesicht zu schauen. Das Still-Face Experiment von Ed Tronick: Still Face Experiment: Dr. Edward Tronick

Bei traumatisierten Menschen ist der Gesichtsausdruck manchmal eingefroren und für sie selbst kaum fühlbar oder modulierbar. Dies kann dann zu einer negativen sozialen Feed-back Schleife führen und so kann zu der inneren Einsamkeit noch die soziale Einsamkeit dazu kommen.

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