SEI® - ​Integration von Schocktrauma

Schocktraumafortbildung

Voraussetzungen: Abschluss der Basis-Fortbildung im Online oder Präsenzformat
Außerdem: persönliche und fachliche Voraussetzungen für Präsenzseminare bitte unter
"Wichtiges" schauen

Schocktraumata sind singuläre Ereignisse, die als überwältigend erlebt werden und bei den Betroffenen tiefe Hilflosigkeit auslösen.

Schocktraumata brauchen eine völlig andere Herangehensweise als Entwicklungstrauma. Während es bei Entwicklungstrauma möglich ist, auch mit den aufkommenden Emotionen zu arbeiten, diese neu zu bewerten und zu integrieren, ist dies bei Schocktrauma kontraindiziert.

Emotionen sind einer der Hauptfaktoren, die zu einer Traumatisierung geführt haben. Das  Wieder-Erinnern oder Wieder-Erleben führt zu einer Aktualisierung des Erlebten und der damit verbundenen Emotionen und ist dadurch immer wieder überwältigend und kann zu einer Retraumatisierung führen.

Schocktrauma entsteht durch eine gefühlte massive Überwältigung mit erlebter Hilflosigkeit und einem Verlust von Kontrolle und einem Mangel an Copingmechanismen. Durch die Überwältigung bleiben die zum Kampf und Flucht bereitgestellte Energien im Körper „stecken“ und werden eingefroren.

Meist führt das überwältigende Ereignis zu einer Erstarrung und Dissoziation, die oftmals nicht mehr vom Organismus der Betroffenen aufgelöst werden kann. Durch diese fehlende Auflösung bleibt der Körper in der Überlastungsreaktion stecken und kann nicht realisieren, dass das Ereignis längst vorbei ist.

Dadurch entsteht eine Überlastung der Regulationsmechanismen im Körper mit direkten Auswirkungen auf unsere Psyche. Das Leben der Betroffenen stellt sich oft als Achterbahnfahrt zwischen Übererregung und Untererregung dar und sie fühlen sich alleine und in sich gefangen.

Die Integration kann durch die Aktivierung der alten, noch im System vorhandenen Verteidigungs- und Fluchtimpulse erreicht werden. So können die alten Energien langsam aus dem Körper „geleitet“ werden, ohne dass die traumatische Situation emotional erneut durchlebt werden muss.

Dabei bedienen wir uns den dem Körper inhärenten Mechanismen, traumatische Erfahrungen zu bewältigen. Voraussetzung ist, dass wir mit dem Klienten bereits eine gute Basis geschaffen haben und er sich halbwegs in seinem Körper fühlen kann und begonnen hat, diesem wieder mehr zu vertrauen.

Wichtig bei dieser Arbeit ist, dass bereits eine stabile Verbindung zu dem Klienten besteht. Diese ermöglicht ihm das Vertrauen, bei dem Wagnis der Bearbeitung von großen Verletzungen nicht alleine zu sein.

Denn Trauma ist das Gefühl der ultimativen Trennung von anderen Menschen!

Ein wesentlicher Teil der Integration besteht  deshalb darin, Betroffenen das Gefühl zu geben, dass sie wieder Teil einer Gemeinschaft sind und sie nicht mehr ständig alleine sind mit ihren furchtbaren Erfahrungen .

Dauer:
2 Blöcke von Montagnachmittag bis Donnerstagmittag, die nur zusammen gebucht werden können.

Ort:
​​Seminarzentrum Dami Charf
Am Leinekanal 4
37073 Göttingen

Für Unterkunft und Verpflegung müssen die TeilnehmerInnen selbst sorgen
Unterkunftsliste (Auswahl) zum download

Gruppengröße:
Mindestens 16 und höchstens 2​1 TeilnehmerInnen

Datum:
​​​02. - 05. September 2019
​​​28. – ​31. Oktober 2019

​Zeiten:
​Montag 14.00 - 18.30 Uhr
​Dienstag und Mittwoch 10.00 - 18.00 Uhr (90 min Mittagspause)
​Donnerstag 10.00 - 14.00 Uhr

Kosten​​​​​:
​je Block: ​600 € zuzüglich 19% Mehrwertsteuer = ​714 €
Gesamtkosten: ​1428 € incl. 19% MwSt

​Die Blöcke sind nur gemeinsam buchbar.

​Anmeldung ist ab dem 1. Februar möglich!